Bauausführung

Die Bauausführung

Das interessanteste Kapitel kommt nach all diesen vorbereitenden Schritten:
Die Bauausführung!

Im Folgenden wird der Ablauf eines Hausbaus beschrieben. 

 

 

Nach einer Grobabsteckung wird der Mutterboden abgeschoben, eine Feinabsteckung durch einen Vermesser durchgeführt, die Gründung vorbereitet, kapillarbrechende Schicht aufgebracht, Rohrleitungen verlegt, die Bodenplatte hergestellt.


Bei der Rohr- und Leerrohrverlegung zeigen sich schon die ersten Vorteile einer Detailplanung, denn die Lage der Rohre und deren zukünftige Nutzung werden nicht in der Baugrube entschieden, sondern liegen anhand von Bezugspunkten einmeßbar fest.

Ihr Haus erscheint Ihnen nun viel zu klein – dass geht jedem so, den es fehlt die Begrenzung durch Wände und Decken. Das wird sich ändern.

Die Wände werden gemauert, Stürze über Türen und Fenster eingebaut, Ihr Haus wächst. Die Decke wird geschalt oder als vorgefertigte Decke in Teilen geliefert. Durchbrüche sollten bereits vorhanden sein. Nach einigen Tagen Trocknungszeit betreten Sie zum ersten Mal Ihr Obergeschoss.


Nun werden die oberen Geschosse errichtet und ein erster Eindruck des neuen Hauses entsteht.

Der Rohbau ist nun abgeschlossen und der Zimmermann errichtet seinen Dachstuhl. Der richtige Moment für das Richtfest.

Das Haus ist bereits eingerüstet, der Dachdecker sorgt für ein dichtes Dach. Die Abdichtung gegen Feuchtigkeit in Keller und Erdgeschoss werden durchgeführt.
Die Fenster werden eingebaut, eine Bautür ermöglicht das abschließen des Hauses.
Jetzt geht es Schlag auf Schlag, der Heizungsbauer verlegt seine Rohinstallation, ebenso der Elektriker, die Vorbereitungen für die Trinkwasserversorgung werden eingebaut.


Der Einbau des Estrichs steht an, nach Trocknung wird innen verputzt.
Auf den Außenseiten sollte bereits die Dämmung in vollem Gange sein, das Haus sollte bereits luftdicht sein.
Die Fertiginstallation des Elektrikers und die Arbeiten des Fliesenlegers laufen parallel, anschließend erfolgt die Fertigmontage der Sanitäranlagen.
Nach Abbau des Gerüsts werden die umlaufenden Rohrleitungen verlegt, die Zisterne eingebaut, der Kanalanschluss hergestellt.

Die noch fehlenden Hausanschlüsse werden eingebaut. Die Garage ist mittlerweile fertig, der Untergrund für die Pflasterarbeiten und die Wiederherstellung des Grundstücks laufen.
Innen ist der Schreiner angerückt, montiert die Zimmertüren, Treppengeländer, die Küche wird aufgestellt. Der Anstreicher tapeziert und streicht, die Haustür kommt.
All diese Arbeiten bauen aufeinander auf, jeder Fehler im Aufbau erzeugt eine Fehlerkette, Verzögerungen sind die Folge, Vorortenscheidungen erhöhen das Fehlerpotential. Aus Zeitgründen werden Leistungen bereits überbaut, obwohl sie nicht abgenommen oder überprüft worden sind. Damit ist eine stillschweigende Abnahme erfolgt.

Rechnungen flattern ins Haus, oft vor Fertigstellung des Gewerks, ohne Funktionsprüfung und ähnlichem. Sind Sie in der Lage zu entscheiden ob die Leistung in Ordnung ist, hat der darauf aufbauende Handwerker sein OK gegeben für die Vorleistung. Ist der Rechnungsstand mit der Bauleistung konform. Stimmt die Materialliste der Rechnung mit den eingebauten Teilen überein. Ist dieser Teilbereich vertragsgemäß fertig oder fehlen teile, die später zu einem hohen Aufwand führen.

Lassen Sie sich unterstützen, nutzen Sie Fachkenntnisse und Erfahrung. Fehler passieren, doch es sollten nicht immer die gleichen sein!